Die Insel Cat Ba
Die Insel Cat Ba
liegt in der Ha Long Bucht, einer spektakulären Karstformation im Norden
Vietnams. Sie ist mit 140 km² Grundfläche die größte
der 366 Inseln des Cat Ba Archipels, der im November 2004 zum
UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde.
Der größte Teil der Insel ist wie die meisten kleineren Inseln
mit tropischem, feuchtem Kalksteinwald bedeckt. Auf Cat Ba findet man aber
auch viele andere Lebenraum- und Vegetationsformen wie Sumpfflächen,
Marschen, Mangrovenwälder, lange Sandstrände und Korallenriffe.
All dies hat die Insel zu einem beliebten Ziel für internationale und
nationale Touristen gemacht.
Bevölkerung
Cat Ba wird von fast 13.500 Menschen bewohnt. Insgesamt gibt es sechs Gemeinden
auf der Insel, von denen die Stadt Cat Ba die größte ist. Laut
archäologischer Funde ist Cat Ba nachweislich seit 6.000 Jahren bewohnt.
Die lokalen Gemeinden versorgen sich durch Landwirtschaft und Fischerei.
Daneben werden neue Einkommensquellen wie kommerzielle Fisch- und Shrimp-Zucht
und natürlich der Tourismus genutzt und weiter ausgebaut.
Cat Ba Nationalpark
Der Cat Ba Nationalpark
besteht bereits seit 1986. Nach einer Neuordnung der Parkgrenzen in 2006
umfasst dieses Schutzgebiet nun 109 km² Landfläche und zusätzlich
52 km² Küstengewässer sowie Mangrovemarschen. Cat Ba Nationalpark
- der erste in Vietnam, der sowohl terrestrische als auch marine Ökosysteme
beinhaltete - ist für seine Bedeutung für den Artenschutz national
wie international anerkannt. Er zeichnet sich durch einen außerordentlichen
Artenreichtum und eine Vielfalt an Ökosystemen, Biotopen und
Landschaftsformen aus. Viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten leben hier.
Über 1.400 höhere
Pflanzenarten, einschließlich 23 Arten der Roten Liste, 265 nutzbare
Arten für die Baustoffindustrie, 357 nutzbare Arten für die Medizin
und 65 Pflanzenarten, die relevant für die kommerzielle Nahrungsproduktion
sind, wurden bis jetzt nachgewiesen. Vertreter der auf Cat Ba vorkommenden
seltenen und bedrohten Säugetierarten sind Sumatra-Serau (Capricornis
sumatraensis), Rhesusaffe (Macaca mulatta), Bengalkatze
(Prionailurus bengalensis), Malaysisches Riesenhörnchen (Ratufa
bicolor), einige Zibetkatzen- und Musangarten (Viverricula sp.
und Paradoxurus sp.) und der Goldkopflangur (Trachypithecus
poliocephalus), eine der weltweit stärkst bedrohten Primatenarten.
Erwähnenswert ist auch die beachtliche Artenvielfalt bei Fledermäusen,
Schmetterlingen und Landschnecken.
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