Logo ZGAP Goldkopflangur - Foto: Bayrischer Rundfunk

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Das Goldkopflanguren-Schutzprojekt

Tagung zum Projektbeginn - Foto: T. NadlerZum Ende des Jahres 1999 bereitete die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) zusammen mit dem Allwetterzoo Münster, alarmiert durch die Tatsache, dass nur noch etwa 100 Exemplare des Goldkopflanguren auf Cat Ba leben, ein Schutzprogramm für die seltenen Primaten vor. Das Cat Ba Langur Conservation Project unter der Leitung der deutschen Biologin Dr. Roswitha Stenke startete im November 2000. Inzwischen war die Zahl der frei lebenden Languren um die Hälfte gesunken - nur noch 53 Tiere hatten auf Cat Ba überlebt. Die Hauptaufgabe des Projektes bestand zunächst darin, die Jagd auf die Tiere zu stoppen. In den vergangenen Jahren konzentrierten sich die Projektaktivitäten auf die Überwachung des Tierbestandes, die unmittelbare Umsetzung von Schutzmaßnahmen für einzelne Sub-Populationen und Gruppen, die Förderung des allgemeinen Naturschutzgedankens sowie die Aus- und Weiterbildung von Nationalpark-Mitarbeitern. Die Mühen haben sich gelohnt: Das Wildern von Goldkopflanguren konnte beendet werden und die Population nimmt wieder zu.  

Ein streng geschütztes Rückzugsgebiet

Setzen der Bojen im Schutzgebiet2002 wurde innerhalb des Cat Ba Nationalparks ein Schutzgebiet eigens für Goldkopflanguren geschaffen. Dieses ist die Heimat der größten reproduzierenden Sub-Population, der damit die bedeutendste Rolle bei den Bemühungen um den Erhalt dieser Primatenart zukommt. Nach dem Bau zweier zusätzlicher Ranger-Stationen wachen nun insgesamt 20 Ranger über das Gebiet. Durch Bereitstellung von Booten und des benötigten Benzins können zusätzliche Patrouillen durchgeführt werden. Weiterhin halfen einige ansässige Familien den Rangern durch das Verlagern ihrer Hausboote an für den Schutz strategisch wichtige Positionen. Ihre wachsame Präsenz hilft bei der Kontrolle eines großen Gebietes.

Das Schutzgebiet ist für Touristen nicht zugänglich!