Das Goldkopflanguren-Schutzprojekt
Zum
Ende des Jahres 1999 bereitete die
Zoologische Gesellschaft
für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) zusammen mit dem
Allwetterzoo
Münster, alarmiert durch die Tatsache, dass nur noch etwa 100 Exemplare
des Goldkopflanguren auf Cat Ba leben, ein Schutzprogramm für die seltenen
Primaten vor. Das Cat Ba Langur Conservation Project unter
der Leitung der deutschen Biologin Dr. Roswitha Stenke startete im November
2000. Inzwischen war die Zahl der frei lebenden Languren um die Hälfte
gesunken - nur noch 53 Tiere hatten auf Cat Ba überlebt. Die Hauptaufgabe
des Projektes bestand zunächst darin, die Jagd auf die Tiere zu stoppen.
In den vergangenen Jahren konzentrierten sich die Projektaktivitäten
auf die Überwachung des Tierbestandes, die unmittelbare Umsetzung von
Schutzmaßnahmen für einzelne Sub-Populationen und Gruppen, die
Förderung des allgemeinen Naturschutzgedankens sowie die Aus- und
Weiterbildung von Nationalpark-Mitarbeitern. Die Mühen haben sich gelohnt:
Das Wildern von Goldkopflanguren konnte beendet werden. Zum ersten Mal seit
Jahrzehnten nimmt die Population der Goldkopflanguren seit 2003 nun wieder
zu. Seit Juli 2008 hat die deutsche Tierärztin Daniela Schrudde die
Projektleitung übernommen. Seit Februar 2009 wird sie vom
niederländischen Zoologen Pieter Levelink als Stellvertretendem
Projektleiter unterstützt.
Ein streng geschütztes Rückzugsgebiet
2002 wurde innerhalb des Cat Ba Nationalparks
ein Schutzgebiet eigens für Goldkopflanguren geschaffen. Dieses ist
die Heimat der größten reproduzierenden Sub-Population, der damit
die bedeutendste Rolle bei den Bemühungen um den Erhalt dieser Primatenart
zukommt. Nach dem Bau zweier zusätzlicher Ranger-Stationen wachen nun
insgesamt 20 Ranger über das Gebiet. Durch Bereitstellung von Booten
und des benötigten Benzins können zusätzliche Patrouillen
durchgeführt werden. Weiterhin halfen einige ansässige Familien
den Rangern durch das Verlagern ihrer Hausboote an für den Schutz
strategisch wichtige Positionen. Ihre wachsame Präsenz hilft bei der
Kontrolle eines großen Gebietes.
Das Schutzgebiet ist für Touristen nicht zugänglich!
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