Logo ZGAP Goldkopflangur - Foto: Bayrischer Rundfunk

Logo Allwetterzoo Münster


Impressum

Die zwei größten Herausforderungen für das Projekt

Keine Verluste an Languren durch Wilderei

Den derzeitigen Schutzstatus für das bestehende Jagdverbot auf den Goldkopflanguren aufrecht zu erhalten und unter allen Umständen Languren-Wilderei zu verhindern, werden herausragende Ziele des Projektes bleiben. In der Region besteht wie ehedem eine große Nachfrage nach "Affenbalsam" - trotz der intensiven Aufklärungsarbeit, die von vielen in Vietnam agierenden internationalen Artenschutzorganisationen geleistet wird. Fachleute befürchten, dass durch steigende Einkommen mehr Menschen in Vietnam und angrenzenden Ländern die Möglichkeit haben werden, die vergleichsweise teuren Zielobjekte der traditionellen Medizin zu erstehen, und dass sich der Wildereidruck in Zukunft eher intensivieren denn reduzieren wird.

Steigerung der Fortpflanzungsrate der Languren

Planung zur Landnutzung auf Cat Ba - Foto: R. Stenke Fortschreitende landwirtschaftliche und touristische Entwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten haben zu einer starken Fragmentierung des Lebensraumes der Languren geführt und damit zu einer Verinselung der verbliebenen Langurenpopulation. Die Goldkopflanguren überleben nun in sieben isolierten Sub-Populationen. Ein Austausch von Individuen zwischen diesen Sub-Populationen ist nicht mehr möglich. Die meisten Gruppen sind für diese Art von Primaten unnatürlich klein. All dies hat negative Auswirkungen auf das Fortpflanzungsverhalten der Goldkopflanguren. Nur einige wenige Gruppen bringen derzeit noch Nachwuchs hervor.
Unter den gegebenen Unständen ist nicht zu erwarten, dass sich die Langurenpopulation ohne massive Hilfestellung von allein und in absehbarer Zeit erholen wird. Die einzig verbliebene Lösung ist die Umsiedlung einzelner Affen oder Affengruppen innerhalb von Cat Ba. Für diese schwierige Aktion werden dringend weitere Gelder benötigt. Die Umsiedlung ist zwingend notwendig, um die Fortpflanzungsrate der Goldkopflanguren zu erhöhen, einen Verlust an genetischer Vielfalt zu vermeiden und damit das langfristige Überleben dieser Primatenart zu sichern.